Begegnungen mit Schimpansen, Gorillas und anderen Bewohnern unserer schönen Erde

Zu Besuch bei Schimpansen

Aufgeregt saß ich morgens um 7 Uhr beim Briefing für das Chimp Tracking. Die insgesamt 12 Besucher des Kibale Nationalparks wurden in zwei Gruppen getrennt, die jeweils auf die Suche nach Schimpansen durch den Wald gingen. Zudem sind Fährtenleser unterwegs, die die Guides per Funk über Spuren der Tiere informieren. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit groß, eine Familie zu finden – die Frage ist nur in welcher Zeit!? Wir hatten Glück und standen nach zwei Stunden vor den Schimpansen! Nach den ersten hektischen Aufnahmen – die Tiere könnten ja bei unserem Anblick das Weite suchen – war nun eine Stunde Zeit für stille Beobachtung und Genuss des Augenblicks. Der vertraute und liebevolle Umgang der Tiere miteinander und die Ähnlichkeit von Augen, Ohren, Händen und Füßen mit uns Menschen machten die Begegnung zu einem sehr emotionalen Erlebnis.

Wahnsinn, was für eine schöne Begegnung!

Nach dem Besuch ging die Fahrt weiter in ein Dorf im fünf Stunden entfernten Queen Elisabeth Nationalpark, das schon vor der Einrichtung des Parks bestand und den Menschen weiterhin die Nutzung der Ressourcen ermöglicht.

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Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Suche nach Tieren

Tags darauf standen ein Game Drive direkt nach Sonnenaufgang und eine Bootstour im Kazinga Kanal am späten Nachmittag auf dem Programm. Während die Tour am Morgen zwar landschaftlich sehr schön war, brachte aber erst der Nachmittag die erhofften Tiere. Besonders eindrücklich waren die vielen Flusspferde und Büffel, die sich in der Hitze im Nil abkühlten – dazu eine Elefantenherde mit einigen Jungtieren auf dem Rückweg ins Camp.

Die Sichtung von Baumlöwen im südlichen Sektor des Nationalparks war das eigentliche Ziel, aber leider wenig erfolgreich. Die Tiere nutzen die Bäume, um sich an heißen Tagen eine frische Brise um die Nase wehen zu lassen. Ausgerechnet an dem Tag hatte es nachts stark geregnet und deutlich abgekühlt. Keine Hitze, keine Löwen in den Bäumen – dafür wurde der Rückweg mit einem Leoparden belohnt…

Der Weg zum Lake Mutanda, meinem Ausgangspunkt für das Gorilla Tracking, wurde wieder zu einer einzigen nervtötenden Fahrt auf schlechten Schotterpisten: sieben Stunden Schleudergang, der nächste platte Reifen inklusive. Einzige Entschädigung: die schöne und abwechslungsreiche Landschaft…

Den Gorillas auf der Spur

Der lang ersehnte Tag begann mit einem Frühstück um 5:30 Uhr. Nach einer zweistündigen Fahrt in den Bwindi Impenetrable National Park begann das Briefing für das Gorilla Tracking. Nur einige der dort lebenden Familien dürfen jeweils mit maximal acht Personen besucht werden. Die Tour kann zwischen drei bis acht Stunden dauern, je nachdem wo sich die Gorillas aufhalten. Die ersten zwei Stunden ging es fast nur bergauf, dabei lag eine freudige Anspannung in der Luft. Nach einer weiteren Stunde war es dann endlich soweit, die Gorillas waren tatsächlich gefunden! Nun ging es für eine Stunde durch dichtes Buschwerk immer hinterher – Kratzer, Stiche, zerrissene Klamotten, alles egal. Die unvergleichliche Begegnung lässt einfach alles vergessen!

Nach einer Stunde Besuchszeit hieß es leider schon wieder Abschied nehmen. Der Rückweg zum Ausgangspunkt verlief schweigsam, irgendwie war jeder mit sich und den Eindrücken beschäftigt. Dazu hat uns die Natur nochmals Ehrfurcht gelehrt: die letzte Stunde waren ein heftiges Gewitter und tropischer Starkregen unsere Begleiter.

 

Lieblingsort gefunden!

Der letzte Ort meiner Reise durch Uganda wurde dann ein Highlight in mehrfacher Hinsicht. Von meinem idyllisch gelegenen Stelzenbungalow am Lake Mutanda konnte ich den Blick auf Vulkane in drei Ländern – Uganda, Ruanda und Kongo – bewundern. Hier waren Landschaft, Menschen und Stimmung einfach besonders.

Während einer Wanderung tanzen und singen die Kids einer Schule spontan für mich. Und auch sonst grüßt und winkt fast jeder am Wegesrand unterwegs in Uganda. Neben den spannenden Begegnungen mit Tieren, sind es vor allem die freundlichen Menschen, die das Land ausmachen.

 

Nach den vielen Eindrücken geht es nun weiter nach Ruanda und in ein paar Tagen mit dem Flieger weiter nach Sansibar. Ich freue mich so sehr Strand, Meer und Nichtstun – vom Bungalow an den Beach und zurück, mehr Action brauche ich gerade nicht.

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