Uganda – Liebe auf den zweiten Blick?

Nach über drei Wochen in Asien stand ich nun am Flughafen in Entebbe und wartete auf meinen Koffer. Nein, ich musste nicht hoffen, dass er auch ankam. Ich hab ihn in Addis Abeba beim Einladen gesehen – genau wie vor vier Monaten beim Umstieg nach Madagaskar. Gleicher Flughafen, gleiche Uhrzeit, gleiches Bild. Nur ging es dieses Mal nicht auf die Insel zu meinen lieben Madagassen – schade eigentlich! Schon komisch, obwohl es uns dort so schlecht am Ende der Reise und auch noch danach ging, so sehr hab ich die Insel mit ihren liebenswerten Menschen und Tieren, ihren allgegenwärtigen Problemen und in einigen Teilen überwältigender Schönheit ins Herz geschlossen. Und wenn ich heute Bilder der Reise anschaue, bekomme ich feuchte Augen vor Glück, dass ich das alles sehen und erleben durfte. Madagaskar war Liebe auf den ersten Blick – das ist bei Uganda nicht der Fall. Weshalb kann ich noch nicht mal sagen, aber ich hoffe auf den zweiten Blick!

Jetzt aber wieder ins hier und jetzt: Wie vereinbart hat mich mein Fahrer in Empfang genommen und in die erste Unterkunft gebracht. Wir haben die nächsten Tage besprochen und um nicht im Verkehrschaos der Hauptstadt Stunden zu verlieren, ging es am Tag darauf schon morgens um 6 Uhr los. Ich hatte mir den Wecker auf halb sechs gestellt, wurde aber schon um 5 Uhr vom Besitzer zum Frühstück geweckt. Es gab Kaffee, Toast, ein hart gekochtes Ei und eine Banane 😀

Viele Tiere will ich sehen

Nach fünf Stunden Fahrt gab es eine geführte Wanderung mit einem Ranger zu Nashörnern, die sich in der Mittagssonne in den Schatten verzogen hatten. Schon ein komisches Gefühl, wenn man so ein paar Meter entfernt steht und weiß, dass die eher plump wirkenden Tiere 45 km/h schnell sind.

Nach weiteren drei Stunden Fahrt war das Ziel erreicht: der Murchison Falls Nationalpark. Am nächsten Tag standen ein Game Drive, eine Bootstour und eine Wanderung auf dem Programm. Bei schweißtreibenden 40 Grad war insbesondere letzteres eine echte Herausforderung, die aber mit tollen Ausblicken auf die Wasserfälle belohnt wurde.

Tour Tortur

Den dritten Tag in Folge ging es morgens um 6 Uhr los. Nur dieses Mal leider nicht zu spannendem Tierbeobachtungen, sondern weil knapp 200 Kilometer zum nächsten Ziel zurückgelegt werden mussten und der Fahrer neun Stunden dafür veranschlagt hatte. Wie Recht er behalten sollte: auf halber Strecke hatten wir einen Platten und nach Reifenwechsel musste das aufgeschlitzte Teil repariert werden – irreparabel in Europa, hier wurde die Stelle einfach verklebt und ein Schlauch eingezogen. Hilfe, fährt hier auch ne Bahn? Eine Stunde später ging die Fahrt über die schlechten Stein- und Sandpisten weiter. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war Fort Barton endlich, endlich erreicht! Ich fühlte mich wie drei Mal im Schleuderprogramm gesessen, war verstaubt und überhaupt: eine Dusche und ein Bier mussten her!

Und wehe die Tortur hat sich nicht gelohnt, morgen gehts zum Trekking und auf die Suche nach Schimpansen…

Nein, nicht das falsche Bild erwischt – die Giraffen wollten auch noch mit in den Blog ♥️ Dazu gabs Löwen, Elefanten und jede Menge Hippos im Murchison Falls N.P. zu sehen.

2 Kommentare zu „Uganda – Liebe auf den zweiten Blick?“

  1. Das Foto von den Giraffen haut mich echt um! Solche schönen Tiere…
    Ist echt der Hammer was du alles erlebst und zu sehen bekommst…
    Liebe Grüße ins superheiße Uganda!

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